Schwanger woche 36

Schwanger woche 36

36. Schwangerschaftswoche

Entwicklung deines Babys

Käme dein Baby nächste Woche zur Welt würde es bereits als termingerecht eingestuft. Allerdings kann die Geburt auch noch bis zur 41. Schwangerschaftswoche dauern. Und das kann am Ende der Schwangerschaft eine lange Zeit für dich sein. Trotzdem: Bald ist es soweit. Dein Baby nuckelt jetzt viel am Daumen und macht sich in deinem Bauch immer deutlicher bemerkbar. Es bekommt etwa häufig Schluckauf - und das kannst du richtig spüren. Kein Wunder: Dein Baby füllt jetzt wirklich den gesamten Platz aus, den dein Bauch zu bieten hat. Viel drehen kann es sich auch nicht mehr. Weil es mit dem Kopf festliegt, kann es sich nur noch um die Längsachse drehen. Die Nabelschnur ist jetzt ca. 55 cm lang. Dein Baby ist 45 cm groß und wiegt 2900 g. 

Dein Körper

Selbst leichte Anstrengungen bringen dich jetzt ganz schnell aus der Puste. Das liegt daran, dass dein Blutvolumen um das 1,5-fache angestiegen ist und deine Schwangerschaft von deinem Körper Höchstleistungen fordert. Entlastung kommt aber bald. Wenn sich das Baby sich senkt und der Bauch nach unten rutscht, fühlt sich das für viele Schwangere so an, als könnten sie zum ersten Mal seit langem wieder frei atmen. Viele Frauen leiden jetzt unter dünnem Ausfluss. Manchmal läuft plötzlich ein „Strahl“ deine Beine herunter. Dies geschieht häufig morgens. Du glaubst vielleicht, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Sieh dir die Flüssigkeit, die deine Vagina absondert, daher immer genau an. Wenn sie weiß ist und Ähnlichkeit mit einer wässrigen Milch hat, handelt es sich um Ausfluss. Wenn sie klar ist und süßlich riecht, handelt es sich um Fruchtwasser. 

Wann soll ich Hebamme oder Arzt informieren?

In dieser Schwangerschaftswoche ist es sinnvoll, sofort deine Hebamme anzurufen, wenn du Fruchtwasser verlierst. Vor allem wenn dein Baby sich noch nicht gesenkt hat. Leg dich sofort hin und informiere deinen Arzt oder die Hebamme. Es ist nämlich möglich, dass die Nabelschnur sich beim Blasensprung um den Kopf deine Babys wickelt. Diese Gefahr besteht nicht, wenn dein Baby sich bereits gesenkt hat. 

In den nächsten Wochen musst du beim Verlust von Fruchtwasser also nicht sofort Alarm schlagen (etwa nachts) wenn sich dein Baby bereits gesenkt hat. Du kannst ruhig bis zum nächsten Morgen warten. Wenn das Fruchtwasser aber grün oder braun verfärbt ist, solltest du sofort die Hebamme oder deinen Arzt anrufen.  

Interessant: Deine Gebärmutter erreicht in dieser Wochen den höchsten Punkt: den Rippenbogen. 

Hausgeburt

Ja, du kannst auch in Deutschland dein Kind zu Hause zur Welt bringen. Schätzungen zufolge kommen etwa 1 bis 2 % der Kinder in der Geborgenheit des eigenen Heims zur Welt. Genaue Zahlen gibt es leider nicht, die letzten offiziellen Angaben stammen aus dem Jahr 2014 und sind vom Statistischen Bundesamt. Danach kamen von 714.524 lebend geborenen Kindern laut Qualitätsbericht für außerklinische Geburtshilfe 10.650 nicht in einem Krankenhaus zur Welt.

Entscheidest du dich für eine Hausgeburt, solltest du auch folgende Vorbereitungen treffen:

  • Ist das Bett so aufgestellt, dass die Hebamme von beiden Seiten gut Zugang hat?
  • Gibt es jemanden, der sich um die älteren Kinder kümmert?
  • Liegen alle wichtigen Telefonnummern neben dem Telefon?
  • Steht im Notfall deine Tasche für das Krankenhaus bereit?
  • Hast du die Nummer deiner Hebamme und deines Partners in deinem Handy gespeichert?

Außerdem solltest du bereit halten

  • Getränke und Traubenzucker
  • Erfrischungstücher
  • Wärmeflasche und warme Socken
  • Eine Wasserschüssel, Handtücher und Waschlappen
  • Fotoapparat oder Handy